USC Kirchberg/Altenwörth setzt auf Sonnenkraft
08.07.2026
Eva Otepka, eNu
Gemeinsam zum eigenen Sonnenkraftwerk
Kirchberg am Wagram, im Juni 2026: Mit einer neuen Photovoltaikanlage samt Stromspeicher setzt der USC Kirchberg am Wagram/Altenwörth ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit. Das Besondere dabei: Das zukunftsweisende Projekt konnte durch das Engagement der Vereinsmitglieder und starke Partner aus eigener Kraft finanziert werden.
Gemeinsam zum nachhaltigen Energieprojekt
Nach längerer Vorbereitungszeit ist die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsgebäudes nun erfolgreich in Betrieb. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 20 kWp sowie einen Stromspeicher mit 25 kWh und erzeugt damit Energie im Ausmaß des jährlichen Verbrauchs von rund fünf Haushalten. Mehr als 90 Prozent des produzierten Stroms werden direkt vor Ort genutzt – für Wärmepumpe, Flutlicht und Bewässerung. Damit wird die Anlage knapp ein Viertel des Strombedarfs des Vereins decken.
Beteiligungsmodell als Schlüssel zum Erfolg
Den entscheidenden Impuls für die Umsetzung lieferte die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Wagram. Gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich wurde ein Beteiligungsmodell entwickelt, bei dem Vereinsmitglieder Anteile an der Anlage erwerben konnten. USC-Präsident Josef Ehn freut sich über die große Unterstützung: Die rasche Vergabe der Module zeige die starke Verbundenheit von Spielern, Sponsoren und Freunden mit dem Verein. „Durch die Investition kann ein erheblicher Teil des Eigenbedarfs gedeckt und die laufenden Energiekosten nachhaltig gesenkt werden“, betont Obmann Dominik Tillich. Möglich geworden sei das Projekt durch das Zusammenspiel von Verein, Gemeinde, KEM Wagram, Förderstellen und zahlreichen Partnern.
Vorbild für Vereine in der Region
Daniela Direder, geschäftsführende Gemeinderätin für Bürgerbeteiligung und Umwelt, unterstreicht die wichtige Rolle der Vereine für das Gemeindeleben und insbesondere für die Jugendarbeit. Mit dem Photovoltaikprojekt habe der USC einen wichtigen Schritt zur Absicherung des Spielbetriebs gesetzt, den die Gemeinde durch passende Rahmenbedingungen gerne unterstützt. Und der KEM-Manager Stefan Czamutzian sieht in der Anlage ein Leuchtturmprojekt für die Region: „Der USC zeigt eindrucksvoll, wie sich Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und Vereinsengagement erfolgreich verbinden lassen!“
Wirkung weit über die Region hinaus
Die innovative Umsetzung wurde auch überregional wahrgenommen – das Projekt schaffte es beim Speicher-Innovationspreis im Rahmen des Symposiums „Stromspeicher und Energiemanagement“ in Baden bei Wien bis ins Finale.
Foto Copyright Eva Otepka / eNu
vlnr. USC Obmann Dominik Tillich, Gemeinderätin Daniela Direder und KEM Manager Stefan Czamutzian